
Im Jahr 1896 wurde in Wilsdruff von der Pfarrei Deuben (heute Freital) aus der erste katholische Gottesdienst nach der Reformation gefeiert. War die Gemeinde anfangs noch klein (ca. 30 bis 40 Mitglieder), kamen nach dem 2. Weltkrieg viele katholische Christen aus Schlesien, Ostpreußen, Böhmen und Ungarn nach Wilsdruff, was die Gemeinde, deren Gebiet sich auf Wilsdruff und 16 umliegende Orte erstreckte, auf ca 1600 Gläubige anwachsen ließ. Die bis dahin als Versammlungsort genutzte Kapelle im Schloss wurde zu klein. Nach Übernahme des Schlosses durch einen VEB wurden die Gottesdienste in der Schlosskapelle untersagt. In unmittelbarer Nachbarschaft konnte die Gemeinde ein Grundstück erwerben, auf dem unter Pfarrer Scheipers durch die Firma Hartmann eine Kirche errichtet wurde. 1956 geweiht, trägt sie den Namen des Hl. Papstes Pius X. Die Kirche bietet ca. 200 Personen Platz. Die Inneneinrichtung wurde von den Künstlern Preß und Teufel, sowie von Frau Hendrichs gestaltet. Die Orgel stammt von der Firma Jehmlich in Dresden. Im März 1957 wurde die Gemeinde zur Pfarrei erhoben. Zum 1. Januar 2005 verfügte der Bischof den Zusammenschluss der der Gemeinde St. Benno Meißen, zu der seit 1. Januar 2011 auch die Gemeinden Nossen und Lommatzsch zählen.

