
Nach Aufhebung des Klosters Altzella im Jahre 1540 konnte 1891 wieder ein katholischer Gottesdienst in Nossen gefeiert werden. Zunächst wurden vier Gottesdienste im Jahr möglich, später monatliche, welche durch die Pfarreien von Meißen und Freiberg betreut wurden und in der Schulturnhalle, im Gasthof „Deutsches Haus“ oder in der Friedhofskapelle der evangelischen Gemeinde stattfanden. Die Zahl der Katholiken wuchs durch die Ansiedlung vieler Vertriebener aus Ungarn, Schlesien und dem Sudetenland erheblich an. 1948 konnten im Schloss Nossen einige Räume angemietet werden, die in mühevoller und fleißiger Arbeit der Gemeinde und zähen Verhandlungen mit den stattlichen Stellen, zu einer Kapelle ausgebaut wurden.1964 schließlich weihte Bischof Dr. Otto Spülbeck das Gotteshaus, das bis 1996 die Heimat der Gemeinde wurde. Durch ein Dekret von Bischof Gerhard Schaffran wird Nossen 1977 eigenständige Pfarrei. 1992 kaufe die Nossener Gemeinde das Grundstück „Am Schloss 1“ mit dem darauf befindlichen baufälligen Wohnhaus, den jetzigen Standort des Gemeindehauses St. Bernhard. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurde in einjähriger Bauzeit von September 1995 bis August 1996 das Gemeindehaus mit Kapelle und Gemeinderäumen fertiggestellt und am 18. August 1996 durch Bischof Joachim Reinelt eingeweiht. 2011 wurde die Pfarrei Nossen Ortsgemeinde der Pfarrei St. Benno Meißen.

