Geschichte der Pfarrei Heilig Kreuz, Coswig

In den 20er Jahren des 20.  Jahrhunderts gab es in Coswig ca. 100 Katholiken. Ungefähr 10 Jahre dauerte es, ein Grundstück  mit zwei Gebäuden auf der Mozartstraße zu erwerben, eines als Kirche, das andere als Pfarrhaus. Durch mehrere umfangreiche Umbauten wurde die Kirche als solche erkennbar und bot der wachsenden Zahl Katholiken Platz für eine würdige Feier der Gottesdienste. 1937 wurde die Gemeinde zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Mit dem Zustrom vieler Vertriebener nach 1945 stieg die Zahl der Coswiger Katholiken auf etwa 4.000 an. Da die Räumlichkeiten nie für alle Gemeindemitglieder bei Veranstaltungen reichten, war die Coswiger Gemeinde als  „Freiluftgemeinde“ bekannt.

Der schlechte bauliche Zustand des Kirchengebäudes veranlasste Pfarrer Wolfgang Hock ab Mitte der 80er Jahre nach Möglichkeiten eines  Neubaus zu suchen. Nach der Wende konnte dieses Vorhaben mit großer  Unterstützung des Bonifatius-Werkes, des Bistums Dresden-Meißen sowie vieler Spender durch den Architekten Hermann Korneli in der Jaspisstraße umgesetzt werden. 

Das neue entstandene und am 20. November 1994 durch Bischof Joachim  Reinelt geweihte Gemeindezentrum „Heilig-Kreuz“ greift den dörflichen Ursprung Coswigs auf, indem sich neben dem markanten Kirchbau mit  Glockenturm  das  Gemeindezentrum  mit  Gemeindesaal  und  -räumen  sowie das Pfarrhaus zwar in einer optischen Einheit präsentieren jedoch  in je eigenen Gebäuden untergebracht sind. Das große, fast bis auf den Boden reichende und im Innenraum mit Holz  verkleidete Kirchendach spannt sich wie ein Zelt über den sonst schlichten modernen Grundbau, in den zahlreiche alte bzw. aus der Vorgängerkirche vertraute Elemente aufgenommen wurden: Altar, Kreuzigungsgruppe, Ambo, Tabernakel, Kreuzweg, Madonna. Viele Besucher sind beeindruckt von der gelungenen Synthese.

Das Gemeindezentrum ist ein Versammlungsort für die Gruppen und Gremien der Gemeinde und der Pfarrei. Der Saal bietet Platz für ca. 100 Personen. Dort finden unterschiedlichste Veranstaltungen statt: größere Versammlungen, Vorträge, katechetische Projekte, Filmabende, Gemeindefeste, private Feierlichkeiten und anderes. Es gibt außerdem einen Raum für Religionsunterricht und ein Besprechungszimmer. Die Jugend hat in den Kellerräumen des Pfarrhauses ein ansprechendes Domizil gefunden.


Kommen Sie vorbei,
wir freuen uns auf Ihren Besuch!